Dies ist der Grund, wieso Handwerker ungern für Städte arbeiten

Das weitverbreitete Klischee „Die Handwerker haben genug Aufträge“ greift hier nur geringfügig. Herr Thomas Grünendahl (Mettmanner Kreishandwerksmeister) wirft die Teilschuld auf die Kommunen selbst. Um einen Auftrag bei der Stadt zu bekommen muss man sich erstmal dafür Bewerben. Das heißt, dass es nicht einmal sicher ist ob man den Auftrag auch wirklich bekommt. Dazu kommt noch, dass bei der Bewerbung viele Dokumente heruntergeladen und unterschrieben werden müssen. Sobald man dort nur eine einzige Unterschrift vergisst war es das auch mit der Bewerbung. Bescheinigungen die verlangt werden dürfen natürlich auch nicht fehlen. Es heißt also: Viel Papierkram!

Aber nicht nur das schreckt die Handwerker vor Aufträgen der Städte ab. Herr Grünendahl beruft sich auf das Beispiel einer Schultoilette. Bei so einem Auftrag muss der Auftrag in einer gewissen Zeit fertig gestellt werden. Da dies natürlich mehrere Tage am Stück dauert muss dies auch während der Schulferien geschehen. Vorgabe für die Aufträge sind auch, dass nur Material mit einem Umweltzertifikat benutzt werden darf. Meist haben die Handwerker dann schon die Nase voll.

Der letzte und wichtigste Punkt bei der Sache ist, dass man bei maximal Bürokratischen Aufwand das Angebot zu erstellen trotzdem nur den geringsten Ertrag bekommt.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/warum-handwerker-nicht-gerne-fuer-staedte-arbeiten-aid-1.6602076

 

 

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